Sorry, dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe, doch die letzten Tage waren sehr eventful und aufregend.
Vor knapp einer Woche sind wir zu einem dreitaegigen Kanutrip aufgebrochen. Geplant waren drei Tage an denen wir durchgehen paddeln, doch der Wind war am ersten Abend so stark, dass wir auf dem Campingplatz geblieben sind. Als wir fuer eine Proberunde losgefahren sind kam der Schock: Unser Kanu laesst jede Menge Wasser herein. So sass ich mit dem Paddel in der rechten und dem Eimer in der linken Hand in dem Kanu um ein Untergehen zu vermeiden. Uns war klar: Fuer zwei weitere Tage geht das nicht! Gluecklicherweise hat unser erfahrener Lehrer fuer diesen Fall vorgesorgt, so dass das Boot mit Paketband geklebt wurde und erstaunlicherweise auch bis zum Ende durchhielt.
Nachdem dieses Problem geloest wurde sind wir am zweiten Tag gegen acht Uhr aufgebrochen. Um das Kraefteverhaeltnis auszugleichen bestanden die Teams aus jeweils einem Jungen und einem Maedchen, so dass ich mit Rachel, der australischen Austauschschuelerin die Strecke gepaddelt bin. Das ging wirklich gut und wir hatten eine Menge Spass. Am letzten Tag gab es ein neues Problem: Das Wetter. Im Regen paddelnd stellten wir fest, dass ein paar Kilometer hinter uns ein Sturm tobt. Gluecklicherweise zog das Gewitter an uns vorbei, sodass dies die einzige Stunde mit Regen blieb. Alles in Allem war es ein schoener und unvergesslicher Trip in the outdoors.
Am Donnerstag kam ein anderer Traum fuer mich in Erfuellung: Quading. Gleich nachdem die Schule vorbei war hatte ich die Chance mit einer Freundin und ihrer Familie quaden zu gehen. Nachdem ich ein paar alte Kleider uebergezogen hatte, sind wir mit dem mit 4 Quads beladenen Anhaenger raus in den Busch gefahren. Nach kurzem Abladen ging es los: Mit durchschnittlich 30-40 km/h ging ein anderes Abenteuer los. Wir sind durck Pfuetzen, Schlagloecher und ueber Baumstaemme und Waldwege durch Kanadas wunderschoene Natur gefahren. Nach zirka einer halben Stunde dann die Ueberraschung: Ein kleiner Fluss kreuzte den Weg. Da wir nicht Umkehren wollten haben wir uns Entschieden den Quad auf Allrad umzustellen und uns dem Problem anzunehmen. Das Flussbett war mit Steinen gefuellt und mit den Knien im Wasser konnten wir ihn alle uberqueren. Oh, nicht alle: Eine Maschine hat das nicht ueberlebt, da die Kette gerissen war. Zuerst haben wir den Quad stehen gelassen und auf dem Rueckweg haben wir ihn zum Auto abschleppen muessen. Ich hatte ein anderes grossartiges Erlebnis bei dem ich jede Menge Spass hatte.
Jetzt habe ich noch eine Woche in Kanada. Heute Nachmittag brechen Freunde und ich zu einem Campingtrip auf, so dass ich erst am Montag wiederkomme. Der Dienstag ist Canada Day, der Nationalfeiertag an dem es wieder eine grosse Party gibt. Die anderen Tage werde ich mit Packen verbringen, so dass ich bald Kanada verlassen werde…
Alles Liebe,
Cyrill