Es ist vorbei!

Juli 9, 2008

Nun bin ich schon wieder seit Samstag in Deutschland und jetzt ist mein Austauschjahr zu Ende. Ich hoffe, dass das Einleben nicht allzu schwer faellt und der Kulturschock nicht zu stark ausfaellt.

Mit dem heutigen Tage ist dieser Blog zu Ende – ich werde nicht mehr weiterschreiben.

Vielen Dank fürs Lesen – in den letzten 10 Monaten gab es 4276 Hits.

Euer Cyrill

Die letzten Tage…

Juli 2, 2008

… sind noch mal richtig schoen! Am Samstag sind wir zu unserem Campingtrip aufgebrochen. Gegen 3 Uhr sind wir mit Freunden zu einem recht einsamen Campingplatz gefahren, haben unsere Zelte aufgestellt und den Urlaub genossen. Ein Kumpel hatte ein Kanu mitgebracht, sodass wir mit dem Boot eine Menge Spass hatten. In einem Film der „Fluch der Karibik“-Reihe geht Captain Jack Sparrow mit einem Kanu ueber dem Kopf unter Wasser – praktisch nicht moeglich wie wir herausgefunden haben. Es ist zwar eine grosse Luftblase unter dem umgedrehten Kanu, doch der Druck ist zu hoch um das Kanu unter Wasser ziehen zu koennen.

Heute, es ist der 1. Juli, ist Canada Day. Der Nationalfeiertag wird am See gegen 12 Uhr mit Feuerwerk gefeiert. Wir gehen etwas frueher noch zu Freunden da es zumal auch noch der Tag ist an dem ich die Meisten das letzte Mal sehen werde.

Bis bald, es sind nur noch ein paar Tage!

Sorry!

Juni 28, 2008

Sorry, dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe, doch die letzten Tage waren sehr eventful und aufregend.
Vor knapp einer Woche sind wir zu einem dreitaegigen Kanutrip aufgebrochen. Geplant waren drei Tage an denen wir durchgehen paddeln, doch der Wind war am ersten Abend so stark, dass wir auf dem Campingplatz geblieben sind. Als wir fuer eine Proberunde losgefahren sind kam der Schock: Unser Kanu laesst jede Menge Wasser herein. So sass ich mit dem Paddel in der rechten und dem Eimer in der linken Hand in dem Kanu um ein Untergehen zu vermeiden. Uns war klar: Fuer zwei weitere Tage geht das nicht! Gluecklicherweise hat unser erfahrener Lehrer fuer diesen Fall vorgesorgt, so dass das Boot mit Paketband geklebt wurde und erstaunlicherweise auch bis zum Ende durchhielt.
Nachdem dieses Problem geloest wurde sind wir am zweiten Tag gegen acht Uhr aufgebrochen. Um das Kraefteverhaeltnis auszugleichen bestanden die Teams aus jeweils einem Jungen und einem Maedchen, so dass ich mit Rachel, der australischen Austauschschuelerin die Strecke gepaddelt bin. Das ging wirklich gut und wir hatten eine Menge Spass. Am letzten Tag gab es ein neues Problem: Das Wetter. Im Regen paddelnd stellten wir fest, dass ein paar Kilometer hinter uns ein Sturm tobt. Gluecklicherweise zog das Gewitter an uns vorbei, sodass dies die einzige Stunde mit Regen blieb. Alles in Allem war es ein schoener und unvergesslicher Trip in the outdoors.

Am Donnerstag kam ein anderer Traum fuer mich in Erfuellung: Quading. Gleich nachdem die Schule vorbei war hatte ich die Chance mit einer Freundin und ihrer Familie quaden zu gehen. Nachdem ich ein paar alte Kleider uebergezogen hatte, sind wir mit dem mit 4 Quads beladenen Anhaenger raus in den Busch gefahren. Nach kurzem Abladen ging es los: Mit durchschnittlich 30-40 km/h ging ein anderes Abenteuer los. Wir sind durck Pfuetzen, Schlagloecher und ueber Baumstaemme und Waldwege durch Kanadas wunderschoene Natur gefahren. Nach zirka einer halben Stunde dann die Ueberraschung: Ein kleiner Fluss kreuzte den Weg. Da wir nicht Umkehren wollten haben wir uns Entschieden den Quad auf Allrad umzustellen und uns dem Problem anzunehmen. Das Flussbett war mit Steinen gefuellt und mit den Knien im Wasser konnten wir ihn alle uberqueren. Oh, nicht alle: Eine Maschine hat das nicht ueberlebt, da die Kette gerissen war. Zuerst haben wir den Quad stehen gelassen und auf dem Rueckweg haben wir ihn zum Auto abschleppen muessen. Ich hatte ein anderes grossartiges Erlebnis bei dem ich jede Menge Spass hatte.

Jetzt habe ich noch eine Woche in Kanada. Heute Nachmittag brechen Freunde und ich zu einem Campingtrip auf, so dass ich erst am Montag wiederkomme. Der Dienstag ist Canada Day, der Nationalfeiertag an dem es wieder eine grosse Party gibt. Die anderen Tage werde ich mit Packen verbringen, so dass ich bald Kanada verlassen werde…

Alles Liebe,

Cyrill

Very busy!

Juni 17, 2008

Wie der Titel schon sagt, bin ich in meinen letzten Wochen hier in Cold Lake sehr beschaeftigt. Ich habe sehr viel um die Ohren und habe kaum noch Zeit am Computer um meinen Blog zu schreiben oder auch E-Mails zu beantworten.
Nachdem wir am Donnerstag die Schule geschwaenzt hatten wurden wir vom deutschen Nationalteam enttaeuscht. Nadine und ich hatten uns das Spiel gegen Kroatien ganz anders vorgestellt. Am Freitag hatte unser Fussballteam ein Turnier in der Naehe vom Edmonton. Eigentlich waere ich auch in dem Team, doch da ich verletzt bin schaue ich nur zu. So sind wir gegen Nachmittag nach Westen aufgebrochen um gegen 9 Uhr in unserer Unterkunft anzukommen. Es war einer Jugendherberge sehr aehnlich, der einzige Unterschied lag darin, dass wir nichts zu Essen serviert bekommen haben. Das ganze Turnier war ein Mitternachtsturnier, so dass das erste Spiel um 1.00 Uhr nachts begann. Nachdem das Spiel gewonnen wurde haben wir uns es noch in der Jugendherberge gemuetlich gemacht und relaxt. Die anderen Spiele wurden auch alle gewonnen, so dass unser Team am Ende die Goldmedaille erhielt. Obwohl ich nicht spielen konnte hatte ich eine Menge Spass, denn ich kenne fast alle Spieler in unserem Team.

Fuer diese Woche ist noch quading geplant und am Samstag gehen wir Kanufahren bis am Mittwoch – eine Menge Spass! Nach zwei Naechten in Cold Lake gehen wir mit Freunden campen und kommen Anfang Juli zurueck, so dass ich nur noch wenige Tage hier In Cold Lake habe bis ich ins Flugzeuge steige.

Neue website!

Juni 11, 2008

Moin Moin!

Vor ein paar Wochen im Physikunterricht haben wir eine Idee entwickelt. Ich habe in den folgenden Stunden an dem Entwurf gefeilt und seit gestern ist die website nun online. Wenn sie euch gefaellt waere ich euch dankbar, wenn Ihr mir etwas mit dem Werben helfen koenntet (Foren, E-mails,…)

www.million-dollar-chance.com

Thanks!

What a great weekend!

Juni 9, 2008

Dieses Wochenende war wohl eines an denen ich die meiste Zeit ausserhalb des Hauses verbracht habe. Am Samstag wurde ich zwar um 7.30 Uhr von unserem Hund geweckt, doch das war okay und gegen 10 Uhr startete dann auch die langersehnte EM. Nach diesen beiden Spielen habe ich mich mit Freunden getroffen und dann sind wir an den „Strand“. Alle nennen es „den Strand“ doch wirklich ist es nur ein kleiner sandiger Abschnitt am lokalen See. Trotzdem war das ein schoener Tag und am Ende sind wir auch noch in den See gesprungen, der immer noch etwas kuehl war. Am heutigen Sonntag dann habe ich mir den Wecker gestellt, so dass ich auf gar keinen Fall das Deutschlandspiel um 12.45 Uhr verpasse. Tatsaechlich bin ich aber gegen halb zwoelf aufgewacht, so dass ich noch die letzten zehn Minuten des Oesterreichspiels mitbekommen habe und nach einem standardmaessigem (Cereal-) Fruehstueck mir es vor dem Fernseher gemuetlich gemacht habe. Es war einmal ganz interessant das Spiel mit wirklich neutralen Kommentatoren mitzuerleben. Natuerlich war es etwas langweiliger, da unser Kommentator nicht die Emotionen uebertragen konnte, doch Deutschland hat ein ganz grosses Ansehen hier in Kanada. Unsere Leistung wurde hochgelobt und wir werden als Titelfavorit gehandelt. Die zwei Tore von Podolski haben mich dann natuerlich auch in grosse Freude versetzt, so dass ich mich schon auf das naechste Spiel am Donnerstag um 10 Uhr freue, fuer das ich die Schule schwaenzen werden muss.
Gegen drei Uhr war das Spiel dann zu Ende, so dass ich einen freien Nachmittag hatte. Es passte gerade gut, dass wir fuer das jaehrliche Rodeo hier in Cold Lake freie Eintrittskarten hatten, so dass ich dorthin gegangen bin. Es war wirklich ein Erlebnis die verschiedenen Events mitzuverfolgen. Das Rodeoreiten wurde mit einer Rekordzeit von 8  Sekunden auf dem Bullen gewonnen. Zwischendurch blieb uns Zuschauern der Atem stehen, als der Bulle den Reiter durch die Luft wirbelte und es nach einer ernsthaften Verletzung aussah.
Gegen Abend gab es Wagenrennen. 4 Pferde wurden vor einen Wagen gespannt und vier Gespanne haben dann um die beste Zeit gekaempft, was sehr amuesant war. Der ganze Tag hat etwas an amerikanische Filme erinnert aber auch etwas an Filme ueber das alte Rom im Lateinunterricht…
Das Highlight des Tages war wohl sicherlich als mein Kumpel zu mir sagte:“Lets put you on a horse“. Okay, warum nicht?! So bin ich auf dem Pferd einer Freundin das erste Mal in meinem Leben auf einem Pferd geritten. Anfangs war ich noch etwas eingeschuechtert, doch gegen Ende bin ich schon im Galopp geritten. Das war ein eindrucksvolles Erlebnis and pretty much made my day.

Grad!

Juni 4, 2008

Jetzt sind schon 4 Tage vergangen, seitdem ich offiziell ein Abschlussschueler der Assumption Junior Senior High School bin. Der Tag hat mit einem Gruppenfoto angefangen das von einem Gottesdienst gefolgt wurde. Obwohl die Stimmung recht formal war hatte man den Eindruck, dass es eine lockere Veranstaltung war. Der Saal war wunderschoen geschmueckt, denn einige Eltern haben sich sehr dafuer eingesetzt. „Es war die schoenste Abschlussfeier, die diese Schule je hatte“ hat der Schulleiter uns gelobt. Nach dem Gottesdienst gab es ein gemeinsames Abendessen. Da dafuer kein Saal gefunden werden konnte, fand dieses in einer Turnhalle statt. Das hat mich sehr an unser Fussballteam erinnert, denn an gleicher Stelle haben wir ein paar Monate vorher ein Punktspiel gehabt. Die Zeremonie fand gegen Abend statt und wir durften alle in unserer „gown“ den roten Teppich herunterlaufen. Die „gown“ ist die traditionelle blaue Grad-Uniform, von der wir den Hut behalten durften. Alles in Allem war es ein eindrucksvoller Tag mit unvergesslichen Momenten, sodass es sich gelohnt hat daran teilzunehmen.

Krawatte?!

Mai 29, 2008

Nur noch 3 Tage bis zur Abschlussfeier, die Aufregung steigt. Abschluss, das bedeutet natuerlich auch, dass man sich gut kleiden soll. Um diesen Punkt zu erfuellen habe ich mir Kleidung von meiner Familie und Freunden geliehen. Darunter befindet sich auch eine Krawatte von meinem Gastbruder Mike, die nun irgendwie an mir angebracht werden muss. Aus diesem Grunde habe ich mich heute Nachmittag an youtube gewendet um zirka 30 Minuten immer wieder das gleiche Video anzuschauen, bis ich es endlich geschafft hatte: Ein Stueck Selbststaendigkeit ist gewonnen, denn seit ungefaehr 4 Stunden kann ich meine eigene Krawatte binden…

Iceswimming!

Mai 22, 2008

Ja, letztes Wochenende war es soweit, das Eis auf Cold Lake hat angefangen zu schmelzen. Obwohl nicht der ganze See eisfrei war, haben wir letzten Samstag als den richtigen Tag fuer unser Vorhaben bestimmt. Bei um die 3 Grad Celsius sind wir in den See, untergetaucht und gleich wieder raus. Es war recht erfrischend, doch danach haben wir uns im Whirlpool wieder aufgewaermt,bevor wir es noch ein zweites Mal versuchten. Ich hoffe jetzt, dass die Temperatur im Sommer etwas ansteigt, damit man auch mehr als ein,zwei Zuege schwimmen kann.

Ohja, ich haette es beinahe vergessen: Jeden zweiten Tag habe ich jetzt auch im morgen eine Freistunde, sprich mein Unterricht beginnt um 10.20 Uhr. Um 11.41 klingelt es dann zur Mittagspause und mein zweiter Kurs geht von 1.56 bis 3.20. An jedem anderen Tag habe ich morgens HomeEconomics anstelle einer Freistunde. Wir haben jetzt angefangen mit der Naehmaschine zu arbeiten, wo ich nicht ein ganz sicheres Gefuehl habe. Als ich gegen das Ende der letzten Klasse etwas genaeht habe, hat es ein merkwuerdiges Geraeusch gemacht und nichts ging mehr. Ich hab die Maschine dann unauffaellig zurueck ins Regal gestellt(sneaky German…), denn die Lehrerin hat das Ganze nicht mitbekommen. Trotzdem: morgen werde ich mich dem Problem annehmen muessen, denn dummerweise sind die Maschinen mit Namen beschriftet…

Sonnenbrand!

Mai 16, 2008

Oh wie hab ich mich amuesiert, als ich heute morgen zur Schule kam. Gestern war ein grosses Outdoorevent fuer die Unterstufenschueler und die 11.Klaessler haben das ganze organisiert. Da ich aber keine Klasse 11 Kurse nehme, habe ich nicht daran teilgenommen. Nunja, heute morgen habe ich dann festgestellt, dass 90% meiner Mitschueler einen Sonnenbrand hatten. Im Gesicht, die Arme, die Beine oder die Schultern, jeder war zumindest etwas verbrannt. Wenn man 6 Monate Schnee und Kaelte vorfindet, bereitet man sich halt nicht auf die Sonne vor. So wie es aussieht, hat niemand von meinen Freunden an Sonnencreme gedacht.

An dieser Stelle moechte ich auch nochmal auf das Schueler-Lehrer Verhaeltnis eingehen. Im Vergleich zu Deutschland ist hier alles relaxed, meine Lehrer sind mehr meine Freunde als meine Feinde. Letztens habe ich meinen Lehrer bei Walmart getroffen und dann haben wir rumgescherzt und letztendlich habe ich seine Einkaeufe zu seinem Auto getragen. Auch nach der Schule kann man sich mit denen super unterhalten, manchmal verbringen wir sogar Pausen mit den Lehrern um uns ueber Fussball, Hockey oder was auch immer zu unterhalten. It is really enjoyable!


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